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Ip Wischin

Dramaturg, Regisseur, Diplomschauspieler, Schriftsteller

Geboren am 20. April 1963 in Wien
Pflichtschule und Gymnasium in Wien absolviert (u.a. Piaristengymnasium). Arbeit als Redaktuer bei div. Schüler- und Jugendzeitungen (u.a. Die Lupe, Der Igel). Mitgliedschaft beim KMfB.

Teilnahme an diversen journalisitschen Fortbildungsseminaren. Inhaber eines Jugend-Presseausweises.

Musikausbildung am Schubert-Konservatorium in Wien (3 Jahre Klavier).
Regie- und Filmproduktionsausbildung an der School of Visual Arts
in New York (1984/85) bei Leonard Wong, Richard Pepperman und Manfred Kirchheimer, Gast an der Columbia University bei Milos Forman (Schauspielführung, Arbeit mit Laiendarstellern). Abschlußfilm Nothing To Do (1985).

Freier Mitarbeiter beim ORF als Drehbuchautor, Übersetzer, Lektor und Redakteur (u.a. bei Telewisch'n, Austrian Munsters, Comedy Express, Erotisches Nachtprogramm ...).

Assistent von Paul Grey (Los Angeles) bei div.Regie- und Drehbuchseminaren sowie Co-Autor bei dessen Verfilmung von Please Don't Walk Around in the Nude

1991-1994 Pressesprecher und Dolmetscher von Paul Grey.
1995 Realisierung des Spielfilmprojekts Die Momolosse (als Autor, Regisseur, Protagonist und Filmmusikkomponist) im Rahmen von Michael Glawoggers Kino-im-Kopf-Projektes. Uraufführung in der Urania 1996.
Seit 1996 fix engagierter Dramaturg, Regisseur und Schauspieler im Theater Pygmalion

Auszeichnung Bester Schauspieler bei den Wiener Bezirksfestwochen 2000 für die Rolle des Estragon in "Warten auf Godot".

Diplom im Fach "Schaupiel" durch einstimmigen Beschluss d. Paritätischen Bühnenkommission 2001-05-09

Kleine Rollen in Film und Fernsehen (u.a. Bockerer II, Bockerer III, Beastie Girl, Schnellschuß).

Historischer Berater und Übersetzer bei Franz Antel ( Bockerer -Filme).
9. bis 12. Juli 2002: Teilnahme am Schauspieler-/Performer-/Tänzer- und MusikerInnen Workshop "A SMILE" Künstlerische Leitung : José Filipe Pereira, ACTO (Portugal)

Arbeit als Dramaturg:

• Autor (und Regisseur) von "Amphityon - The True Story" frei nach Kleist. Uraufgeführt im Theater Pygmalion im September 1999 und nach drei Wochen wegen großen Erfolges um weitere drei Wochen verlängert.
• Dramatisierung und Inszenierung von Gogols "Die Nase" für Hamburg (Theaterschiff, 2000). 

Presse:

Hamburger Abendblatt, 19.03.2001
Theaterschiff am Mäuseturm spielt Gogol
Adäquat umgesetzt
Nikolai Gogol Erzählung "Die Nase" von 1836, eine groteske Parabel auf die Zustände im Russland des Zaren Nikolaus I., hat Ip Wischin dramatisiert und im Theaterschiff am Mäuseturm effektvoll in Szene gesetzt . In einem Ein-Personen-Stück gelingt es dem Wiener Schauspieler Christian Döring, mit nur wenigen Requisiten die verschiedenen Figuren zu ihrem ganz eigenen Leben zu erwecken. Das 60-minütige Dramolett bot in seiner Konzentrierung eine Fülle Nachdenkenswertes, serviert mit lockerer Hand und durchaus nicht ohne Humor.

Ken Hutchinson/Universität Oxford
Amerika nach Kafka
(.)Die Rollen stellen ungeheure Anforderungen an die Schauspieler, aber es ist eine Herausforderung, der beide mit Aplomb begegnen - ganz speziell Ip Wischin als Straßenmaler, der das Gegenüber zu Roßmanns Mann von der Straße verkörpert, und es dabei schafft, die zahlreichen Identitäswechsel überzeugend zu vermitteln und dennoch gleichzeitig stets der selbe verarmte Straßenmaler zu bleiben, wobei er eine weite Palette von Registern zieht: vom Komödiantischen (Rolf Harris, Marcel Marceau?) bis zum beängstigend Brutalen. (.)

Die Presse, 18.11.1999
Warten auf Godot
. [.]Ip Wischin als Estragon [.] ein pointiert-humorvolles Spiel in einer absurden Welt.

Bonner General-Anzeiger, 29. 11. 2000
Bettina Köhl
Die Verwandlung
[.] Wischin leistet in dem Ein-Mann-Stück einen Kraftakt. Er bringt dem Publikum die Qual des Käferdaseins nahe, aber auch die Erleichterung über die unerwartete Freiheit von allen gesellschaftlichen Zwängen. Dafür wechselt er nicht nur zwischen Erzählerposition und Gregor Samsa, sondern spricht auch die Familie, den Prokuristen und die Bedienerin. [.] Viel Applaus für eine eindringliche Vorstellung, die vorallem von der ungeheuren Kraft des Darstellers lebt.

Neue Zeitung, Budapest, 19.10.2001
Frank Gloystein
Die Verwandlung
[.] Das zweite Gastspiel des Theater Pygmalion war geprägt von der Kraft des Schauspielers Ip Wischin. Erspielte alle Rollen in Personalunion, den Prokuristen, Mutter, Vater, Schwester, Gregor Samsa und den Erzähler. Nie gab es Identifikationsschwiergikeiten. Das Publikum war stets in der Lage, Wischin zu folgen und die Qualen des Käferdaseins zu fühlen und mit Gregor zu teilen.[.] Als Fazit bleibt: Glänzend inszeniert sowie eindringlich und kraftvoll gespielt - und mit Recht mit viel Applaus bedacht.
 
Veröffentlichungen:

Drehbuch zu Die Momolosse/Kino im Kopf (Wien 1996, Regie: Michael Glawogger)
Div. Essays in der Wiener Zeitung:
u.a. " Chaos in der Fotografie " am 13. 09. 1991
 
Theaterrollen:

Theaterpianist in Winterspiele /Hermann (1)
Garcin in Geschlossene Gesellschaft /Sartre (2)
Arzt in Woyzeck /Büchner (2)
Fernando in Stella /Goethe (2)
Gregor Samsa (Solo-Abend) in Die Verwandlung /Kafka (2) (5) (7) (8) (9) (12)
König Peter in Leonce und Lena /Büchner (2)
Wolf in Der Verschwender /Raimund (3)
Ramponadl in Prinz Methusalem /Joh.Strauß (4)
Estragon in Warten auf Godot (2)
Leon in Das Orchester /Annouilh (2) (5)
Prof.Higgins in Pygmalion /Shaw (2)
Stiefler in Der Zerrissene /Nestroy (3)
Marquese in Mirandolina /Goldoni (6)
Onkel Jakob in Amerika/ Kafka (2) (10) (11)
Alter Mann in Verdunkelung /Spiró (2)
Marquis de Sade in Das Satanspiel vom göttlichen Marquis /Drach (2) (11)
Vater in Das Spiel von Leben und Tod in der Aschenwüste /Lovinescu (12) (2)
Türsteher in Der Prozess /Kafka (2)
Kasperl in Das Kasperlspiel vom Meister Siebentot /Drach (2)
Der Schauspieler in Tschech-OFF nach Tschechow (2)
 
Auftritte an folgenden Theatern:


(1) Kammerspiele Hamburg
(2) Pygmalion Theater Wien
(3) Theaterring f.Bildung u.Unterhaltung Wieselburg (Schülertheater)
(4) Theaterring f.Bildung u.Unterhaltung Wieselburg (Straßentheater)
(5) Kaffeehaustheater Dommayer Wien
(6) Trattoria La Traviata "Kleinste Oper der Welt" Wien
(7) Theaterschiff am Mäuseturm Hamburg
(8) Euro Theater Central Bonn
(9) Merlin Theater Budapest
(10) R.S.9 Budapest
(11) Deutsche Bühne Ungarn Szekszárd
(12) Nationaltheater Temesvar
(13) Nottara Theater Bukarest
(14) Nationaltheater Tirgu Mures

Ip Wischin